Nach langer Pause – ich hatte dauernd etwas anderes zu tun – will ich heute endlich mal wieder mein Trainingstagebuch fortführen. Irgendwie möchte ich endlich mehr System in den Wust von teilweise noch unausgegorenen Ideen bringen. Dies gelingt erfahrungsgemäß besser, wenn ich eine Sache nicht vor mir herschiebe, sondern anpacke. Also, auf geht’s!
Viele meiner Hundesportfreunde beneiden mich um meinen “triebigen” Hund – ich hingegen könnte ihn gelegentlich auf den Mond schießen. Sobald Arthos unseren Schutzdiensthelfer auch nur von weitem sieht, ist er kaum noch zu halten. Heute wieder!
Zwar geht er noch einigermaßen gut neben mir (bei Fuß) auf den Platz, macht dann auch relativ vorschriftsmäßig Sitz, wenn ich anhalte, aber dabei reißt auch schon der Kontakt zwischen ihm und mir immer häufiger ab. Da ich mir geschworen hatte, ihn nie wieder per Leinenruck oder ähnlichen Starkzwangmethoden in die Unterordnung zu bringen (ich will ihn überzeugen ha, ha!) blieb in diesen Momenten nur die Stimme, um auf ihn einzuwirken.
Je länger die Trainingseinheit dauerte, desto weniger Wirkung konnte ich mit meinen immer öfter wiederholten Befehlen (das ist eine Unart von mir, an deren Abstellung ich bisher vergeblich gearbeitet habe) erzielen. Dank der Geduld unseres Helfers und unserer Ausbildungswartin und von Sebastian, einem zusätzlichen Coach, gelang am Schluss immerhin die Feststellung:
Da ist noch eine Menge Arbeit zu leisten!
Heute jedenfalls war ein Frusttag für mich.
Mein persönliches Fazit für die Zukunft lautet:
- Zerlege die Wege zu den einzelnen Ausbildungszielen in kleinere Einheiten.
- Überlege, wie Du Deinem Hund das Ausbildungsziel klar machen willst.
Verzichte dabei keinesfalls auf Hilfen von außen (Ausbildungswartin, Coach, Helfer und andere). - Präg Dir diese Vorüberlegungen so intensiv wie möglich ein (lerne sie auswendig, wenn nötig!).
- Und trainiere sie so lange, bis sie sitzen, ehe Du das nächste Ausbildungsziel angehst.